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Autobahn Abstandsblitzer Messstelle Abstandsblitzer A63 Wörrstadt, km 18.500 Richtung Mainz auf der A 63
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Abstandsblitzer A63 Wörrstadt, km 18.500 Richtung Mainz

A 63Rheinland-Pfalz • km 18.500

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Verkehrsrecht-Redaktion

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Zuletzt aktualisiert

10. Mai 2021

Standort Details

Abstandsblitzer A63 Wörrstadt, km 18.500 Richtung Mainz

A 63, KM 18.500.
Präzise Ortung am angegebenen Bauwerk.

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Analyse Abstandsblitzer A63 Wörrstadt, km 18.500 Richtung Mainz

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Auf einen Blick: VKS 4.5 (Video-Kontroll-System) bei km 18.500

  • check_circlePosition: Der Blitzer befindet sich auf der Brücke kurz nach der Anschlussstelle Wörrstadt in Richtung Mainz.
  • check_circleMess-Technik: VKS 4.5-System, das eine lange Videosequenz zur Beweisführung benötigt – oft ein Schwachpunkt.
  • check_circleProblemfall Brückenschatten: Je nach Sonnenstand kann der Schatten der Brücke die Identifizierung des Fahrers auf dem Foto unmöglich machen.
  • check_circleAchtung Einscherer: Im dichten Pendlerverkehr Richtung Mainz kann ein plötzlicher Spurwechsler den Abstand unverschuldet verkürzen – ein wichtiger Punkt für den Einspruch.

Abstandsblitzer A63 bei Wörrstadt: Infos, Bußgelder und Einspruchs-Chancen

Auf der Bundesautobahn 63, in Fahrtrichtung Mainz, ist kurz nach der Anschlussstelle Wörrstadt ein permanenter Abstandsblitzer installiert. Die Messanlage befindet sich bei Kilometer 18.500 in der Gemarkung Wörrstadt und ist eine der bekanntesten Messstellen in Rheinland-Pfalz zur Überwachung des erforderlichen Sicherheitsabstands. Viele Pendler und Fernreisende sind bereits mit diesem Blitzer in Kontakt gekommen. Doch die Messungen sind nicht unfehlbar und bieten Ansatzpunkte für eine genaue Prüfung des Bußgeldbescheids.

Die genaue Position und der Aufbau des Blitzers auf der A63

Die Messanlage ist auf einer Brücke montiert, die die A63 überquert. Dieser strategische Punkt ermöglicht dem System eine optimale Erfassung des fließenden Verkehrs. Die A63 ist in diesem Bereich gut ausgebaut, was oft zu höheren Geschwindigkeiten und leider auch zu gefährlichen Drängel-Situationen verleitet. Genau hier setzt die Überwachung an, um schwere Auffahrunfälle durch zu geringen Sicherheitsabstand zu verhindern. Der Verkehr auf diesem Teilstück in Richtung des Autobahnkreuzes Mainz-Süd ist oft dicht, was die Einhaltung des korrekten Abstands zusätzlich erschwert und die Fehleranfälligkeit der Messung erhöht.

Lokaler Kontext: Ein Unfallschwerpunkt im Visier

Die Einrichtung dieses Abstandsblitzers bei Wörrstadt erfolgte nicht ohne Grund. Die Strecke zwischen der Anschlussstelle Wörrstadt und dem Kreuz Mainz-Süd ist ein bekannter Unfallschwerpunkt. In der Vergangenheit kam es hier wiederholt zu schweren Auffahrunfällen, die direkt auf zu geringen Sicherheitsabstand zurückzuführen waren. Zeitungsarchive und Polizeimeldungen der Region belegen, dass insbesondere im dichten Berufsverkehr plötzliche Bremsmanöver oft katastrophale Folgen hatten. Der Blitzer soll hier präventiv wirken und die Verkehrsteilnehmer zur Einhaltung der "halber Tacho"-Regel zwingen.

Funktionsweise des Messgeräts VKS 4.5 an dieser Stelle

An diesem Standort kommt in der Regel das System VKS 4.5 (Video-Kontroll-System) der Firma VETRO Verkehrselektronik GmbH zum Einsatz. Es handelt sich hierbei nicht um einen klassischen "Blitzer", der ein einzelnes Foto schießt. Stattdessen funktioniert das System wie folgt:

  • Videoaufzeichnung: Zwei Kameras auf der Brücke filmen den Verkehr über eine längere Distanz (mehrere hundert Meter). Eine Kamera erfasst den gesamten Verkehr zur Übersicht, die zweite hochauflösende Kamera dient der Fahrer- und Kennzeichenidentifikation.
  • Weg-Zeit-Berechnung: Auf der Fahrbahn sind weiße Referenzlinien (Messlinien) in definierten Abständen aufgebracht. Das System misst die Zeit, die ein Fahrzeug benötigt, um von einer Linie zur nächsten zu fahren. Daraus errechnet es die exakte Geschwindigkeit.
  • Abstandsmessung: Gleichzeitig ermittelt das System den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug in dem Moment, in dem die Messlinien überfahren werden.
  • Auswertung: Ein Rechner setzt Geschwindigkeit und Abstand ins Verhältnis. Wird der vorgeschriebene Mindestabstand (in der Regel halber Tachowert in Metern) unterschritten, löst das System eine hochauflösende Aufnahme des Fahrers und des Kennzeichens aus.

Experten-Einblicke: Bekannte Schwachstellen und Ansatzpunkte für einen Einspruch

Obwohl die Messungen des VKS 4.5 als standardisiertes Messverfahren gelten, sind sie keineswegs fehlerfrei. Ein erfahrener Anwalt für Verkehrsrecht wird einen Bußgeldbescheid, der von diesem Blitzer auf der A63 stammt, auf mehrere kritische Punkte hin überprüfen. Die Beweisführung der Behörde muss lückenlos und nachvollziehbar sein.

1. Die lückenlose Videoaufzeichnung als juristische Hürde

Ein entscheidender Punkt ist die Beweisführung des gesamten Verstoßes. Gerichte fordern zunehmend, dass nicht nur der Moment der Abstandsunterschreitung selbst dokumentiert wird. Um einen vorwerfbaren Verstoß nachzuweisen, muss die Behörde belegen, dass der Abstand über eine längere Strecke – in der Regel werden hier mindestens 300 Meter angesetzt – konstant zu gering war. Ein Experte prüft daher in der Akteneinsicht, ob die Videosequenz lang genug ist, um ein nur kurzzeitiges, unverschuldetes Unterschreiten des Sicherheitsabstands auszuschließen. Fehlt dieser lückenlose Videobeweis, kann der Vorwurf oft nicht aufrechterhalten werden.

2. Das „Einscherer-Problem“ im Pendlerverkehr

Gerade im dichten Verkehr auf der A63 Richtung Mainz kommt es häufig zu Spurwechseln. Ein häufiger und juristisch relevanter Einwand ist das sogenannte „Einscherer-Problem“. Wenn ein anderes Fahrzeug plötzlich und knapp vor einem in die Lücke einschert, verkürzt sich der Sicherheitsabstand unverschuldet und abrupt. Der Fahrer hat in diesem Moment keine Möglichkeit, den korrekten Abstand sofort wiederherzustellen, ohne eine Vollbremsung hinzulegen und den nachfolgenden Verkehr zu gefährden. Die Videoaufzeichnung muss zweifelsfrei belegen, dass der Verstoß nicht durch ein solches Manöver eines Dritten ausgelöst wurde. Liegt der Messpunkt kurz nach einer Auffahrt oder in einem Bereich mit häufigen Spurwechseln, ist dieser Einwand besonders prüfenswert.

3. Fahreridentifikation und der Schatten der Brücke

Die Messanlage ist auf einer Brücke installiert. Je nach Tageszeit und Sonnenstand kann dies zu einem erheblichen Problem bei der Fahreridentifikation führen. Wirft die Brücke einen harten Schatten genau auf die Fahrerkabine, während der Rest des Fahrzeugs in der Sonne ist, kann das Blitzerfoto den Fahrer oft nur als Silhouette zeigen. Ist das Gesicht nicht zweifelsfrei erkennbar, ist die Fahreridentifikation fehlerhaft und der Bußgeldbescheid angreifbar. Ein Gutachter kann die Lichtverhältnisse zum Tatzeitpunkt exakt rekonstruieren und so die Qualität des Beweisfotos in Frage stellen. Auch veraltete oder durch Abrieb schlecht sichtbare Messlinien auf der Fahrbahn können zu Messungenauigkeiten führen und sind ein valider Punkt bei der Prüfung eines Einspruchs.

Bußgeldkatalog 2026 für Abstandsverstöße

Die Höhe des Bußgeldes, Punkte in Flensburg und ein mögliches Fahrverbot hängen von der gefahrenen Geschwindigkeit ab. Hier ist der aktuelle Bußgeldkatalog für zu geringen Sicherheitsabstand.

Bei Geschwindigkeit unter 100 km/h:

Abstand Bußgeld Punkte
Weniger als 5/10 des halben Tachowertes 75 € 1
Weniger als 4/10 des halben Tachowertes 100 € 1
Weniger als 3/10 des halben Tachowertes 160 € 1
Weniger als 2/10 des halben Tachowertes 240 € 1
Weniger als 1/10 des halben Tachowertes 320 € 1

Bei Geschwindigkeit über 100 km/h:

Abstand Bußgeld Punkte Fahrverbot
Weniger als 5/10 des halben Tachowertes 75 € 1 -
Weniger als 4/10 des halben Tachowertes 100 € 1 -
Weniger als 3/10 des halben Tachowertes 160 € 2 1 Monat
Weniger als 2/10 des halben Tachowertes 240 € 2 2 Monate
Weniger als 1/10 des halben Tachowertes 320 € 2 3 Monate

Fazit: Bußgeldbescheid vom Blitzer A63 nicht vorschnell akzeptieren

Ein Bußgeldbescheid wegen einer Abstandsmessung vom Blitzer auf der A63 bei Wörrstadt sollte genau geprüft werden. Die Komplexität des Messverfahrens VKS 4.5 und die spezifischen Gegebenheiten vor Ort bieten diverse Ansatzpunkte für einen erfolgreichen Einspruch. Es empfiehlt sich, frühzeitig Akteneinsicht zu beantragen und die Messung von einem spezialisierten Anwalt für Verkehrsrecht oder einem Sachverständigen überprüfen zu lassen. Oftmals kann so ein teures Bußgeld, Punkte oder sogar ein Fahrverbot abgewendet werden.

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So sieht der Bescheid aus

Wenn Sie an dieser Stelle geblitzt wurden, erhalten Sie in der Regel folgendes Schreiben der Bußgeldstelle. Vergleichen Sie die Daten im sogenannten VKS-Muster-Bescheid:

Zentrale Bußgeldstelle

Polizeipräsidium Rheinland-Pfalz

MUSTER-BESCHEID

Anhörung im Bußgeldverfahren

Sehr geehrte(r) Herr/Frau [MUSTERNAME],

Ihnen wird zur Last gelegt, am [TT.MM.JJJJ] um [HH:MM] Uhr in Wörrstadt, A 63, km 18.500, Fahrtrichtung Fahrtrichtung Mainz als Führer des PKW [AB-CD 123] folgende Ordnungswidrigkeit begangen zu haben:

Sie hielten bei einer Geschwindigkeit von [123] km/h den erforderlichen Abstand von [XX,XX] m zum vorausfahrenden Fahrzeug nicht ein. Ihr Abstand betrug [YY,YY] m und damit weniger als [X/10] des halben Tachowertes. Toleranzen sind zu Ihren Gunsten berücksichtigt.

§ 4 Abs. 1, § 49 StVO; § 24 Abs. 1, 3 Nr. 5 StVG; 12.6.2 BKat

Beweismittel: Foto, VKS 4.5 (Video-Kontroll-System) Messung / [2025-XX-YY_Aktenzeichen]

Zeuge: [Name des Beamten], Verkehrspolizeiinspektion Rheinland-Pfalz

Nach § 55 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten (OWiG) wird Ihnen hiermit Gelegenheit gegeben, zu dem Vorwurf Stellung zu nehmen. Es steht Ihnen frei, sich zu der Beschuldigung zu äußern oder nicht zur Sache auszusagen.

Sie sind aber in jedem Fall - auch wenn Sie die Ordnungswidrigkeit nicht begangen haben - verpflichtet, den Anhörungsbogen zu berichtigen oder zu vervollständigen, jedoch nur, soweit diese Angaben unrichtig oder unvollständig sind (§ 46 Abs. 1 OWiG i.V.m. § 163 b StPO). Die Verletzung dieser Pflicht ist nach § 111 OWiG mit Geldbuße bedroht. Der Anhörungsbogen ist innerhalb einer Woche ab Zugang dieses Schreibens zurückzusenden.

MUSTER
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Zuständige Behörde

Für die behördliche Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten am Blitzer Abstandsblitzer A63 Wörrstadt, km 18.500 Richtung Mainz ist in der Regel folgende Verwaltungsstelle zuständig:

location_city Postanschrift

Zentrale Bußgeldstelle beim Polizeiverwaltungsamt
Postfach 1428, 67343 Speyer

contact_support Erreichbarkeit

  • phone06232 137-0
  • languagezbs@polizei.rlp.de
calculate

Bußgeldrechner

Zu erwartende Strafe (Katalog 2024):

Bußgeld100
Punkte1
FahrverbotKeins

*Alle Angaben ohne Gewähr. Zzgl. 28,50 € Verwaltungsgebühr. Ein Einspruch kann sich besonders bei Messverfahren wie VKS 3.0 lohnen.

Häufige Fragen (FAQ)

Die wichtigsten und juristisch relevanten Antworten rund um den Abstandsblitzer Abstandsblitzer A63 Wörrstadt, km 18.500 Richtung Mainz.

Ja, gerade an Messstellen wie hier auf der A 63 (bei km 18.500) passieren bei Systemen wie dem VKS 4.5 (Video-Kontroll-System) häufig Fehler. Oft sind Referenzlinien durch Abnutzung nicht mehr aktuell kalibriert oder das Beweisfoto ist durch lokale Lichtverhältnisse weichgezeichnet. Eine rechtliche Prüfung deckt solche Verfahrensfehler auf und kann vor einem Fahrverbot bewahren.
Nach Zustellung des endgültigen Bußgeldbescheides der Behörde haben Sie exakt 14 Tage (zwei Wochen) Zeit, um form- und fristgerecht Einspruch einzulegen. Nach Verstreichen dieser Frist wird der Bescheid rechtskräftig und das Bußgeld muss gezahlt werden.
Allerdings. Bei der Auswertung der polizeilichen Videoaufnahmen wird zu Ihren Gunsten eine Toleranz vom gemessenen Abstand und der Geschwindigkeit abgezogen. Dies beträgt in der Regel 5% der gemessenen Geschwindigkeit, mindestens aber 5 km/h.
Ein klassisches Problem, extrem typisch im dichten Verkehr auf der A 63: Wenn ein drittes Fahrzeug kurz vor dem Überwachungsbereich unerwartet vor Ihnen einschert, verringert sich Ihr Abstand unverschuldet drastisch. Da das Blitzer-System eine über 300 Meter relativ konstante Abstands-Unterschreitung nachweisen muss, ist ein "Einscherer" einer der erfolgreichsten juristischen Einspruchsgründe.
gavel
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Tipp zur Einspruchsprüfung

Das "Einscherer-Problem"

Oft entsteht ein zu geringer Abstand nicht durch eigenes Verschulden, sondern durch ein Fahrzeug, das kurz vor der Messstelle knapp einschert. Das VKS 3.0 muss eine Strecke von ca. 300m lückenlos dokumentieren. Wenn der Sicherheitsabstand erst durch einen Dritten unterschritten wurde, ist der Bußgeldbescheid oft anfechtbar.

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Hinweis: Alle Angaben ohne Gewähr. Für rechtliche Beratung wenden Sie sich an einen Fachanwalt für Verkehrsrecht.
gavel

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