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Autobahn Abstandsblitzer Messstelle Abstandsblitzer A3 Waldbrunn (Geisbergbrücke) auf der A 3
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Abstandsblitzer A3 Waldbrunn (Geisbergbrücke)

A 3Bayern • km Abschnitt 360, km 2.046

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Verkehrsrecht-Redaktion

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Zuletzt aktualisiert

10. April 2021

Standort Details

Abstandsblitzer A3 Waldbrunn (Geisbergbrücke)

A 3, KM Abschnitt 360, km 2.046.
Präzise Ortung am angegebenen Bauwerk.

insights

Analyse Abstandsblitzer A3 Waldbrunn (Geisbergbrücke)

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Auf einen Blick: VETRO VKS 4.5 Select bei km Abschnitt 360, km 2.046

  • check_circleStandort: Die Überwachung erfolgt auf der A 3 (km Abschnitt 360, km 2.046) in Fahrtrichtung Fahrtrichtung Passau / Linz.
  • check_circleGeräte-Fehlerquellen: Typische Schwachstellen des eingesetzten VETRO VKS 4.5 Select sind starke Schattenwürfe auf das Blitzer-Foto oder fehlerhafte Eich-Linien.
  • check_circleStraf-Katalog: Bußgelder und Fahrverbote richten sich exakt nach der "halber Tacho" Regel des aktuellen Bußgeldkatalogs 2026.
  • check_circleFristen: Ihre Einspruchsfrist beim zuständigen Polizeipräsidium Bayern beträgt genau 14 Tage nach Erhalt.

Abstandsblitzer A3 bei Waldbrunn Richtung Passau: Details und Einspruchs-Chancen

Auf der stark frequentierten Bundesautobahn A3 bei Waldbrunn, in Fahrtrichtung Passau und Linz, befindet sich bei Abschnitt 360, Kilometer 2.046 eine der bekanntesten Anlagen zur Abstandsmessung in Bayern. Dieser Abstandsblitzer, oft auch als Brücken-Blitzer bezeichnet, ist für viele Pendler und Reisende eine kostspielige Falle. Die Messanlage ist auf der Geisbergbrücke installiert und überwacht permanent den Verkehrsfluss, um Verstöße gegen den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand aufzudecken. Wer hier zu dicht auffährt, riskiert hohe Bußgelder, Punkte in Flensburg und sogar Fahrverbote. Doch nicht jede Messung von diesem Blitzer ist unanfechtbar.

Standort und Funktionsweise des Abstandsblitzers an der A3

Die Messstelle ist strategisch auf der Geisbergbrücke platziert, da hier oft ein hohes Verkehrsaufkommen herrscht und abrupte Bremsmanöver an der Tagesordnung sind. Die Überwachung des Sicherheitsabstandes soll hier die Unfallgefahr reduzieren.

Technik im Detail: Das VETRO VKS 4.5 Select System

An diesem Standort kommt das hochmoderne Video-Kontroll-System (VKS) 4.5 Select zum Einsatz. Dieses System arbeitet nicht mit einem klassischen Blitz, sondern mit zwei hochauflösenden Videokameras, die auf der Brücke montiert sind:

  • Übersichtskamera: Sie zeichnet eine längere Videosequenz des Verkehrsflusses auf, um das Verkehrsgeschehen und das Verhalten der Fahrzeuge über eine gewisse Distanz zu dokumentieren.
  • Detailkamera: Diese Kamera fertigt ein hochauflösendes Foto des Fahrers an, sobald das System einen potenziellen Abstandsverstoß identifiziert.

Die Messung selbst erfolgt über präzise eingemessene Referenzlinien (weiße Querstriche) auf der Fahrbahn. Das System berechnet aus der Zeit, die ein Fahrzeug zum Überfahren dieser Markierungen benötigt, die gefahrene Geschwindigkeit und den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug. Daraus wird ermittelt, ob der Sicherheitsabstand – die bekannte „halber Tacho“-Regel – unterschritten wurde.

Juristische Fallstricke: Bekannte Schwachstellen und Ansatzpunkte für einen Einspruch

Ein Bußgeldbescheid von diesem Abstandsblitzer an der A3 wirkt oft erdrückend, ist aber keineswegs immer fehlerfrei. Die Komplexität des Messverfahrens bietet verschiedene Ansatzpunkte für eine juristische Überprüfung. Ein erfahrener Anwalt für Verkehrsrecht wird insbesondere folgende Punkte genau prüfen:

1. Die Lückenhafte Videodokumentation

Für eine rechtssichere Verurteilung muss der Abstandsverstoß nachvollziehbar sein. Juristisch wird oft argumentiert, dass ein nur kurzfristiges, unverschuldetes Unterschreiten des Sicherheitsabstandes nicht sanktioniert werden darf. Ein zentraler Punkt ist hier die Länge der Videoaufzeichnung. Experten fordern oft eine lückenlose Beobachtung des Verkehrsgeschehens über mindestens 300 Meter vor dem eigentlichen Messpunkt. Liefert die Behörde nur einen sehr kurzen Clip, der erst unmittelbar vor der Messung beginnt, kann dies ein starkes Argument sein. Es lässt sich dann nämlich nicht mehr ausschließen, dass der geringe Abstand durch einen plötzlichen Spurwechsel oder ein Abbremsen des Vordermanns unverschuldet zustande kam.

2. Das „Einscherer-Problem“ im dichten Verkehr

Gerade auf der viel befahrenen A3 bei Waldbrunn ist der Pendlerverkehr dicht. Ein klassisches Verteidigungsargument ist der „Einscherer“. Wechselt ein anderes Fahrzeug plötzlich und knapp vor dem eigenen Pkw auf die Spur, verkürzt sich der Sicherheitsabstand abrupt und ohne eigenes Verschulden. Eine genaue Analyse des kompletten Videomaterials kann hier entlastend wirken und beweisen, dass der Fahrer keine realistische Chance hatte, den korrekten Abstand sofort wiederherzustellen. Ohne eine vollständige Videosequenz ist dieser Beweis oft schwer zu führen, was wiederum die Messung angreifbar macht.

3. Fehler bei der Fahreridentifikation und ungünstige Lichtverhältnisse

Die Fahrerfotos werden aus einem steilen Winkel von der Brücke herab aufgenommen. Dies allein stellt schon eine Herausforderung dar. Hinzu kommen variable Lichtverhältnisse. Ein bekannter Schwachpunkt sind Schattenwürfe durch die Brückenkonstruktion selbst oder tiefstehende Sonne, die zu Reflexionen auf der Windschutzscheibe führen. Ist das Gesicht des Fahrers durch eine Sonnenblende, den Rückspiegel oder eben jene Schatten und Spiegelungen verdeckt, kann die Fahreridentifikation unmöglich sein. Ein unscharfes oder schlecht ausgeleuchtetes Foto ist oft ein erfolgreicher Hebel, um ein Verfahren zur Einstellung zu bringen.

4. Ungenauigkeiten bei den Fahrbahnmarkierungen

Die gesamte Berechnung des VKS-Systems basiert auf der Annahme, dass die weißen Referenzlinien auf der Fahrbahn exakt kalibriert und gut sichtbar sind. Durch Witterung, Abnutzung oder Baumaßnahmen können diese Markierungen verblassen oder ihre Position minimal verändern. Eine veraltete oder fehlerhafte Eichung des Systems in Bezug auf die Markierungen kann zu Messfehlern führen. Ein Anwalt kann das Messprotokoll anfordern und prüfen, wann die letzte Kalibrierung der Fahrbahnmarkierungen stattgefunden hat.

Bußgelder für Abstandsverstöße (Auszug Bußgeldkatalog 2026)

Die Strafen für einen zu geringen Sicherheitsabstand sind empfindlich und hängen von der gefahrenen Geschwindigkeit ab.

Bei Geschwindigkeit über 100 km/h:

AbstandBußgeldPunkteFahrverbot
Weniger als 5/10 des halben Tachowertes100 €1-
Weniger als 4/10 des halben Tachowertes180 €1-
Weniger als 3/10 des halben Tachowertes240 €21 Monat
Weniger als 2/10 des halben Tachowertes320 €22 Monate
Weniger als 1/10 des halben Tachowertes400 €23 Monate

Bei Geschwindigkeit über 130 km/h (zusätzliche Regelung):

AbstandBußgeldPunkteFahrverbot
Weniger als 5/10 des halben Tachowertes180 €1-
Weniger als 4/10 des halben Tachowertes240 €1-
Weniger als 3/10 des halben Tachowertes320 €21 Monat
Weniger als 2/10 des halben Tachowertes400 €22 Monate
Weniger als 1/10 des halben Tachowertes480 €23 Monate

Empfehlung: Einspruch prüfen lassen!

Wenn Sie einen Anhörungsbogen oder Bußgeldbescheid wegen eines Abstandsverstoßes an diesem Blitzer auf der A3 bei Waldbrunn erhalten haben, sollten Sie nicht vorschnell handeln. Aufgrund der genannten potenziellen Fehlerquellen ist eine professionelle Prüfung durch einen Fachanwalt für Verkehrsrecht dringend zu empfehlen. Dieser kann Akteneinsicht beantragen und die vollständige Videosequenz, das Messprotokoll sowie den Eichschein des Gerätes anfordern, um die Messung auf Herz und Nieren zu prüfen.

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So sieht der Bescheid aus

Wenn Sie an dieser Stelle geblitzt wurden, erhalten Sie in der Regel folgendes Schreiben der Bußgeldstelle. Vergleichen Sie die Daten im sogenannten VKS-Muster-Bescheid:

Zentrale Bußgeldstelle

Polizeipräsidium Bayern

MUSTER-BESCHEID

Anhörung im Bußgeldverfahren

Sehr geehrte(r) Herr/Frau [MUSTERNAME],

Ihnen wird zur Last gelegt, am [TT.MM.JJJJ] um [HH:MM] Uhr in Waldbrunn, A 3, km Abschnitt 360, km 2.046, Fahrtrichtung Fahrtrichtung Passau / Linz als Führer des PKW [AB-CD 123] folgende Ordnungswidrigkeit begangen zu haben:

Sie hielten bei einer Geschwindigkeit von [123] km/h den erforderlichen Abstand von [XX,XX] m zum vorausfahrenden Fahrzeug nicht ein. Ihr Abstand betrug [YY,YY] m und damit weniger als [X/10] des halben Tachowertes. Toleranzen sind zu Ihren Gunsten berücksichtigt.

§ 4 Abs. 1, § 49 StVO; § 24 Abs. 1, 3 Nr. 5 StVG; 12.6.2 BKat

Beweismittel: Foto, VETRO VKS 4.5 Select Messung / [2025-XX-YY_Aktenzeichen]

Zeuge: [Name des Beamten], Verkehrspolizeiinspektion Bayern

Nach § 55 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten (OWiG) wird Ihnen hiermit Gelegenheit gegeben, zu dem Vorwurf Stellung zu nehmen. Es steht Ihnen frei, sich zu der Beschuldigung zu äußern oder nicht zur Sache auszusagen.

Sie sind aber in jedem Fall - auch wenn Sie die Ordnungswidrigkeit nicht begangen haben - verpflichtet, den Anhörungsbogen zu berichtigen oder zu vervollständigen, jedoch nur, soweit diese Angaben unrichtig oder unvollständig sind (§ 46 Abs. 1 OWiG i.V.m. § 163 b StPO). Die Verletzung dieser Pflicht ist nach § 111 OWiG mit Geldbuße bedroht. Der Anhörungsbogen ist innerhalb einer Woche ab Zugang dieses Schreibens zurückzusenden.

MUSTER
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Zuständige Behörde

Für die behördliche Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten am Blitzer Abstandsblitzer A3 Waldbrunn (Geisbergbrücke) ist in der Regel folgende Verwaltungsstelle zuständig:

location_city Postanschrift

Zentrale Bußgeldstelle im Bayerischen Polizeiverwaltungsamt
Postfach 12 52, 94224 Viechtach

contact_support Erreichbarkeit

  • phone+49 9942 952-0
  • languagehttps://www.polizei.bayern.de/organisation/verbandsbereich-sued/005504/index.html
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Bußgeldrechner

Zu erwartende Strafe (Katalog 2024):

Bußgeld100
Punkte1
FahrverbotKeins

*Alle Angaben ohne Gewähr. Zzgl. 28,50 € Verwaltungsgebühr. Ein Einspruch kann sich besonders bei Messverfahren wie VKS 3.0 lohnen.

Häufige Fragen (FAQ)

Die wichtigsten und juristisch relevanten Antworten rund um den Abstandsblitzer Abstandsblitzer A3 Waldbrunn (Geisbergbrücke).

Ja, gerade an Messstellen wie hier auf der A 3 (bei km Abschnitt 360, km 2.046) passieren bei Systemen wie dem VETRO VKS 4.5 Select häufig Fehler. Oft sind Referenzlinien durch Abnutzung nicht mehr aktuell kalibriert oder das Beweisfoto ist durch lokale Lichtverhältnisse weichgezeichnet. Eine rechtliche Prüfung deckt solche Verfahrensfehler auf und kann vor einem Fahrverbot bewahren.
Nach Zustellung des endgültigen Bußgeldbescheides der Behörde haben Sie exakt 14 Tage (zwei Wochen) Zeit, um form- und fristgerecht Einspruch einzulegen. Nach Verstreichen dieser Frist wird der Bescheid rechtskräftig und das Bußgeld muss gezahlt werden.
Allerdings. Bei der Auswertung der polizeilichen Videoaufnahmen wird zu Ihren Gunsten eine Toleranz vom gemessenen Abstand und der Geschwindigkeit abgezogen. Dies beträgt in der Regel 5% der gemessenen Geschwindigkeit, mindestens aber 5 km/h.
Ein klassisches Problem, extrem typisch im dichten Verkehr auf der A 3: Wenn ein drittes Fahrzeug kurz vor dem Überwachungsbereich unerwartet vor Ihnen einschert, verringert sich Ihr Abstand unverschuldet drastisch. Da das Blitzer-System eine über 300 Meter relativ konstante Abstands-Unterschreitung nachweisen muss, ist ein "Einscherer" einer der erfolgreichsten juristischen Einspruchsgründe.
gavel
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Tipp zur Einspruchsprüfung

Das "Einscherer-Problem"

Oft entsteht ein zu geringer Abstand nicht durch eigenes Verschulden, sondern durch ein Fahrzeug, das kurz vor der Messstelle knapp einschert. Das VKS 3.0 muss eine Strecke von ca. 300m lückenlos dokumentieren. Wenn der Sicherheitsabstand erst durch einen Dritten unterschritten wurde, ist der Bußgeldbescheid oft anfechtbar.

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Hinweis: Alle Angaben ohne Gewähr. Für rechtliche Beratung wenden Sie sich an einen Fachanwalt für Verkehrsrecht.
gavel

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