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Autobahn Abstandsblitzer Messstelle Abstandsblitzer A7 Pleichachbrücke bei Unterpleichfeld auf der A7
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Abstandsblitzer A7 Pleichachbrücke bei Unterpleichfeld

A7Bayern • km Abschnitt 240, km 3.028

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Verkehrsrecht-Redaktion

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Zuletzt aktualisiert

5. November 2024

Standort Details

Abstandsblitzer A7 Pleichachbrücke bei Unterpleichfeld

A7, KM Abschnitt 240, km 3.028.
Präzise Ortung am angegebenen Bauwerk.

insights

Analyse Abstandsblitzer A7 Pleichachbrücke bei Unterpleichfeld

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Auf einen Blick: VKS 3.0 / VKS 4.5 bei km Abschnitt 240, km 3.028

  • check_circleStandort: A7, Pleichachbrücke bei Unterpleichfeld, Fahrtrichtung Füssen-Reutte.
  • check_circleMesstechnik: Video-Kontroll-System (VKS), das Abstand und Geschwindigkeit ohne Blitz erfasst.
  • check_circleProblemstelle: Starker Schattenwurf der Brücke kann die Fahrer-Identifikation auf dem Foto erschweren.
  • check_circleEinspruchs-Chance: Hohes Verkehrsaufkommen erhöht die Wahrscheinlichkeit für unverschuldeten Abstand durch plötzliches Einscheren.

Abstandsblitzer auf der A7 bei Unterpleichfeld, Pleichachbrücke

Auf der Bundesautobahn A7 in Fahrtrichtung Füssen-Reutte, im Abschnitt 240 bei Kilometer 3.028, befindet sich eine der bekanntesten Anlagen zur Abstandsmessung in Bayern. Installiert auf der Pleichachbrücke nahe Unterpleichfeld, überwacht dieser Blitzer den Sicherheitsabstand im dichten Reise- und Pendlerverkehr. Viele Autofahrer werden hier von der Videomesstechnik überrascht, da es keinen klassischen Blitz gibt. Zuständig für die Auswertung und die anschließenden Bußgeldbescheide ist die Verkehrspolizeiinspektion Schweinfurt-Werneck.

Lokaler Kontext und Unfallgeschehen am Blitzer A7 Unterpleichfeld

Die A7 ist eine der zentralen Nord-Süd-Verkehrsadern Deutschlands und in diesem Abschnitt in Unterfranken besonders stark frequentiert. Das hohe Verkehrsaufkommen, insbesondere durch Pendler in die Metropolregion Würzburg sowie den dichten LKW-Transitverkehr, führt regelmäßig zu Staus und stockendem Verkehr. Genau diese unrythmische Fahrweise macht die Einhaltung eines konstanten Sicherheitsabstandes zur Herausforderung. Auffahrunfälle sind eine häufige Folge von zu geringem Abstand, weshalb die Behörden diesen Messpunkt als Unfallschwerpunkt identifiziert und die feste Videoüberwachung auf der Pleichachbrücke installiert haben.

Immer wieder kommt es im Umfeld der Messstelle zu gefährlichen Situationen und auch schweren Unfällen, oft bedingt durch plötzliche Bremsmanöver oder Unachtsamkeit bei hoher Verkehrsdichte. Die Messanlage soll präventiv wirken und die Fahrer zur Einhaltung des korrekten Sicherheitsabstands anhalten.

Technik des Abstandsblitzers: Wie funktioniert das VKS-System?

An diesem Standort kommt ein modernes Video-Kontroll-System (VKS) zum Einsatz, in der Regel das VKS 3.0 oder dessen digitaler Nachfolger VKS 4.5 der Firma VIDIT Systems GmbH. So funktioniert die Messung im Detail:

  • Videoaufzeichnung: Eine oder mehrere Kameras auf der Brücke zeichnen den Verkehr über eine längere Strecke (oft mehrere hundert Meter) auf.
  • Referenzlinien: Auf der Fahrbahn sind kaum sichtbare, aber exakt eingemessene weiße Referenzlinien (Passpunkte) markiert.
  • Weg-Zeit-Berechnung: Eine spezielle Software analysiert die Videoaufzeichnung. Sie misst die Zeit, die ein Fahrzeug benötigt, um von einer Referenzlinie zur nächsten zu gelangen. Daraus errechnet das System präzise die Geschwindigkeit jedes Fahrzeugs.
  • Abstandsmessung: Gleichzeitig ermittelt die Software den Abstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden Fahrzeugen in Metern. Setzt man diesen Abstand ins Verhältnis zur Geschwindigkeit, ergibt sich der Sicherheitsabstand in Sekunden bzw. als Bruchteil des halben Tachowertes.
  • Fahrer-Identifikation: Eine zusätzliche Kamera, oft auf dem Mittelstreifen positioniert, fertigt ein hochauflösendes Foto des Fahrers an, sobald ein Verstoß festgestellt wird.

Experten-Einblicke und juristische Ansatzpunkte für einen Einspruch

Obwohl die VKS-Systeme als standardisierte Messverfahren gelten, sind sie keineswegs fehlerfrei. Ein Bußgeldbescheid von diesem Abstandsblitzer an der A7 sollte daher nicht vorschnell akzeptiert werden. Ein erfahrener Anwalt für Verkehrsrecht wird insbesondere folgende Punkte prüfen:

1. Die Tücke mit dem plötzlichen „Einscherer“

Gerade im dichten Berufsverkehr auf der A7 bei Unterpleichfeld ist das sogenannte „Einscherer-Problem“ eine bekannte Schwachstelle der reinen Abstandsmessung. Wechselt ein anderes Fahrzeug plötzlich und knapp vor Ihnen auf Ihre Spur, verkürzt sich Ihr Sicherheitsabstand unverschuldet in Sekundenbruchteilen. Die Messsoftware erfasst dies zwar, doch für einen rechtlich relevanten Verstoß muss die Abstandsunterschreitung „nicht nur ganz vorübergehend“ sein. Ein guter Verteidiger wird argumentieren, dass Ihnen keine ausreichende Zeit zur gefahrlosen Korrektur des Abstandes blieb. Hierfür ist die Auswertung der vollständigen, lückenlosen Videoaufzeichnung unerlässlich, die belegen kann, dass der Abstand vor dem Spurwechsel noch korrekt war.

2. Fehlerhafte Fahreridentifikation durch Brückenschatten

Die Messanlage ist auf der Pleichachbrücke montiert. Je nach Tageszeit und Sonnenstand wirft die Brücke einen harten Schatten auf die Fahrbahn. Fährt ein Fahrzeug in diesen Schatten hinein oder aus ihm heraus, kann dies zu erheblichen Belichtungsproblemen auf dem Fahrerfoto führen. Ist das Gesicht des Fahrers durch den Schattenwurf nicht zweifelsfrei zu identifizieren, ist die Fahreridentifikation fehlerhaft und der Bußgeldbescheid angreifbar. Dies ist ein häufiger und erfolgreicher Ansatzpunkt für einen Einspruch bei diesem spezifischen Blitzer-Standort.

3. Veraltete oder ungenaue Referenzlinien auf der Fahrbahn

Die gesamte Messung basiert auf der korrekten Einmessung der weißen Referenzlinien auf dem Asphalt. Diese Markierungen sind jedoch Witterung und starkem Verkehr ausgesetzt. Mit der Zeit können sie verblassen, durch Baumaßnahmen oder neue Fahrbahnbeläge ungenau werden. Ein Sachverständigengutachten kann prüfen, ob die in der Akte hinterlegte Einmessung der Messstelle noch aktuell ist oder ob die Linien zum Tatzeitpunkt bereits so abgenutzt waren, dass eine präzise Messung nicht mehr garantiert werden konnte. Eine veraltete Kalibrierung der Messstelle kann die gesamte Messung ungültig machen.

Bußgeldtabelle: Das droht bei zu geringem Sicherheitsabstand (Bußgeldkatalog 2026)

Die Höhe der Strafe hängt von der gefahrenen Geschwindigkeit und dem prozentualen Wert des unterschrittenen halben Tachowertes ab.

Geschwindigkeit über 100 km/h

Abstand geringer als... Bußgeld Punkte Fahrverbot
5/10 des halben Tachowertes 75 € 1 -
4/10 des halben Tachowertes 100 € 1 -
3/10 des halben Tachowertes 160 € 1 -
2/10 des halben Tachowertes 240 € 2 1 Monat
1/10 des halben Tachowertes 320 € 2 2 Monate

Geschwindigkeit bis 100 km/h

Verstoß Bußgeld Punkte
Abstand nicht eingehalten 25 € -
... mit Gefährdung 30 € -
... mit Sachbeschädigung 35 € -

Fazit: Prüfung des Bußgeldbescheids lohnt sich

Der Abstandsblitzer auf der A7 bei Unterpleichfeld ist eine technisch anspruchsvolle Messanlage, die jedoch spezifische Schwachstellen aufweist. Ein zu geringer Sicherheitsabstand ist eine ernste Gefahr, doch nicht jeder gemessene Verstoß ist auch juristisch haltbar. Aufgrund der Komplexität der Videomessung und der potenziellen Fehlerquellen – vom Einscherer über Schattenwurf bis hin zu veralteten Markierungen – ist eine anwaltliche Prüfung des Bußgeldbescheids dringend zu empfehlen, insbesondere wenn ein Fahrverbot droht.

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So sieht der Bescheid aus

Wenn Sie an dieser Stelle geblitzt wurden, erhalten Sie in der Regel folgendes Schreiben der Bußgeldstelle. Vergleichen Sie die Daten im sogenannten VKS-Muster-Bescheid:

Zentrale Bußgeldstelle

Polizeipräsidium Bayern

MUSTER-BESCHEID

Anhörung im Bußgeldverfahren

Sehr geehrte(r) Herr/Frau [MUSTERNAME],

Ihnen wird zur Last gelegt, am [TT.MM.JJJJ] um [HH:MM] Uhr in Unterpleichfeld, A7, km Abschnitt 240, km 3.028, Fahrtrichtung Fahrtrichtung Füssen-Reutte als Führer des PKW [AB-CD 123] folgende Ordnungswidrigkeit begangen zu haben:

Sie hielten bei einer Geschwindigkeit von [123] km/h den erforderlichen Abstand von [XX,XX] m zum vorausfahrenden Fahrzeug nicht ein. Ihr Abstand betrug [YY,YY] m und damit weniger als [X/10] des halben Tachowertes. Toleranzen sind zu Ihren Gunsten berücksichtigt.

§ 4 Abs. 1, § 49 StVO; § 24 Abs. 1, 3 Nr. 5 StVG; 12.6.2 BKat

Beweismittel: Foto, VKS 3.0 / VKS 4.5 Messung / [2025-XX-YY_Aktenzeichen]

Zeuge: [Name des Beamten], Verkehrspolizeiinspektion Bayern

Nach § 55 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten (OWiG) wird Ihnen hiermit Gelegenheit gegeben, zu dem Vorwurf Stellung zu nehmen. Es steht Ihnen frei, sich zu der Beschuldigung zu äußern oder nicht zur Sache auszusagen.

Sie sind aber in jedem Fall - auch wenn Sie die Ordnungswidrigkeit nicht begangen haben - verpflichtet, den Anhörungsbogen zu berichtigen oder zu vervollständigen, jedoch nur, soweit diese Angaben unrichtig oder unvollständig sind (§ 46 Abs. 1 OWiG i.V.m. § 163 b StPO). Die Verletzung dieser Pflicht ist nach § 111 OWiG mit Geldbuße bedroht. Der Anhörungsbogen ist innerhalb einer Woche ab Zugang dieses Schreibens zurückzusenden.

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Zuständige Behörde

Für die behördliche Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten am Blitzer Abstandsblitzer A7 Pleichachbrücke bei Unterpleichfeld ist in der Regel folgende Verwaltungsstelle zuständig:

location_city Postanschrift

Zentrale Bußgeldstelle der Bayerischen Polizei
Mönchshofstraße 43, 94234 Viechtach

contact_support Erreichbarkeit

  • phone09942/952-580
  • languagewww.polizei.bayern.de/wir-ueber-uns/organisation/pva/005089/index.html
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Bußgeldrechner

Zu erwartende Strafe (Katalog 2024):

Bußgeld100
Punkte1
FahrverbotKeins

*Alle Angaben ohne Gewähr. Zzgl. 28,50 € Verwaltungsgebühr. Ein Einspruch kann sich besonders bei Messverfahren wie VKS 3.0 lohnen.

Häufige Fragen (FAQ)

Die wichtigsten und juristisch relevanten Antworten rund um den Abstandsblitzer Abstandsblitzer A7 Pleichachbrücke bei Unterpleichfeld.

Ja, gerade an Messstellen wie hier auf der A7 (bei km Abschnitt 240, km 3.028) passieren bei Systemen wie dem VKS 3.0 / VKS 4.5 häufig Fehler. Oft sind Referenzlinien durch Abnutzung nicht mehr aktuell kalibriert oder das Beweisfoto ist durch lokale Lichtverhältnisse weichgezeichnet. Eine rechtliche Prüfung deckt solche Verfahrensfehler auf und kann vor einem Fahrverbot bewahren.
Nach Zustellung des endgültigen Bußgeldbescheides der Behörde haben Sie exakt 14 Tage (zwei Wochen) Zeit, um form- und fristgerecht Einspruch einzulegen. Nach Verstreichen dieser Frist wird der Bescheid rechtskräftig und das Bußgeld muss gezahlt werden.
Allerdings. Bei der Auswertung der polizeilichen Videoaufnahmen wird zu Ihren Gunsten eine Toleranz vom gemessenen Abstand und der Geschwindigkeit abgezogen. Dies beträgt in der Regel 5% der gemessenen Geschwindigkeit, mindestens aber 5 km/h.
Ein klassisches Problem, extrem typisch im dichten Verkehr auf der A7: Wenn ein drittes Fahrzeug kurz vor dem Überwachungsbereich unerwartet vor Ihnen einschert, verringert sich Ihr Abstand unverschuldet drastisch. Da das Blitzer-System eine über 300 Meter relativ konstante Abstands-Unterschreitung nachweisen muss, ist ein "Einscherer" einer der erfolgreichsten juristischen Einspruchsgründe.
gavel
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Tipp zur Einspruchsprüfung

Das "Einscherer-Problem"

Oft entsteht ein zu geringer Abstand nicht durch eigenes Verschulden, sondern durch ein Fahrzeug, das kurz vor der Messstelle knapp einschert. Das VKS 3.0 muss eine Strecke von ca. 300m lückenlos dokumentieren. Wenn der Sicherheitsabstand erst durch einen Dritten unterschritten wurde, ist der Bußgeldbescheid oft anfechtbar.

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Hinweis: Alle Angaben ohne Gewähr. Für rechtliche Beratung wenden Sie sich an einen Fachanwalt für Verkehrsrecht.
gavel

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