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Autobahn Abstandsblitzer Messstelle Abstandsblitzer auf der A99 bei Hohenbrunn, AD Süd-West, km 2.260 auf der A99, Autobahnring München
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Abstandsblitzer auf der A99 bei Hohenbrunn, AD Süd-West, km 2.260

A99, Autobahnring MünchenBayern • km 2.260

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Verkehrsrecht-Redaktion

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Zuletzt aktualisiert

9. Juli 2021

Standort Details

Abstandsblitzer auf der A99 bei Hohenbrunn, AD Süd-West, km 2.260

A99, Autobahnring München, KM 2.260.
Präzise Ortung am angegebenen Bauwerk.

insights

Analyse Abstandsblitzer auf der A99 bei Hohenbrunn, AD Süd-West, km 2.260

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Auf einen Blick: VKS 3.0 / VKS 3.01 bei km 2.260

  • check_circleMessung erfolgt per Video von der Brücke (oft B471), was zu Schattenwurf und Problemen bei der Fahreridentifikation führen kann.
  • check_circleDas Messgerät VKS 3.0 benötigt eine lückenlose Videoaufzeichnung – fehlt diese, ist ein unverschuldetes Bremsmanöver nicht widerlegbar.
  • check_circleHohes Verkehrsaufkommen im Münchner Pendlerverkehr begünstigt unverschuldete Abstandsverkürzung durch plötzliche Einscherer.
  • check_circleDie weißen Referenzlinien auf der Fahrbahn können durch Baumaßnahmen oder Abnutzung veraltet sein, was die gesamte Messung ungenau macht.

Abstandsblitzer A99 bei Hohenbrunn: Messstelle am Autobahndreieck Süd-West bei km 2.260

Auf dem Autobahnring München, der A99, befindet sich im Abschnitt 520 bei Kilometer 2.260 eine fest installierte Messanlage zur Überwachung des Sicherheitsabstands. Dieser Abstandsblitzer bei Hohenbrunn ist in Fahrtrichtung des Autobahndreiecks Süd-West (Richtung A96 Lindau / Garmisch-Partenkirchen) positioniert und sorgt regelmäßig für Bußgeldbescheide bei Autofahrern. Aufgrund der hohen Verkehrsdichte und seiner Lage auf einer der wichtigsten Transitrouten um die bayerische Landeshauptstadt gilt dieser Blitzer als besonders 'ertragreich'.

Lokaler Kontext: Ein Unfallschwerpunkt im Münchner Pendlerverkehr

Der Autobahnring A99 ist chronisch überlastet. Insbesondere im Berufsverkehr und zur Reisezeit kommt es hier regelmäßig zu dichtem Kolonnenverkehr und Stauungen. Der Abschnitt bei Hohenbrunn ist dabei keine Ausnahme. Die hohe Verkehrsdichte führt unweigerlich zu gefährlichen Situationen, wenn der nötige Sicherheitsabstand nicht eingehalten wird. In der Vergangenheit kam es auf der A99 im Bereich Hohenbrunn immer wieder zu schweren Auffahrunfällen, teils mit verletzten Personen. Die Installation des Abstandsblitzers an dieser Stelle ist eine direkte Reaktion der Behörden, um das Unfallrisiko durch zu dichtes Auffahren zu reduzieren und die Verkehrssicherheit auf diesem stark frequentierten Autobahnabschnitt zu erhöhen.

Die Messstelle befindet sich kurz vor dem Autobahndreieck München-Süd-West, einem Nadelöhr, an dem sich der Verkehr in Richtung Lindau (A96) und Garmisch-Partenkirchen (A95) aufteilt. Dies führt oft zu abrupten Spurwechseln und Bremsmanövern, die eine konstante Einhaltung des Sicherheitsabstands zusätzlich erschweren.

Das Messgerät: Wie funktioniert der Blitzer vom Typ VKS 3.0?

An diesem Standort kommt in der Regel das Video-Kontroll-System VKS 3.0 oder eine neuere Version wie das VKS 3.01 der Firma VIDIT Systems zum Einsatz. Anders als bei klassischen Geschwindigkeitsblitzern, die einen einzelnen Fotoblitz auslösen, arbeitet dieser Abstandsblitzer mit einer permanenten Videoaufzeichnung von einer Brücke herab.

Funktionsweise des VKS 3.0 Abstandsblitzers:

  • Videoerfassung: Zwei Kameras, die meist auf einer Autobahnbrücke montiert sind, filmen den fließenden Verkehr über eine längere Messstrecke von mehreren hundert Metern.
  • Referenzlinien: Auf der Fahrbahn sind weiße, kaum sichtbare Markierungen (Referenz- oder Passpunkte) aufgebracht. Der Abstand zwischen diesen Linien ist exakt vermessen und im System hinterlegt.
  • Weg-Zeit-Berechnung: Eine spezielle Software analysiert die Videoaufzeichnungen. Indem sie misst, wie lange ein Fahrzeug benötigt, um von einer Referenzlinie zur nächsten zu gelangen, errechnet sie präzise dessen Geschwindigkeit.
  • Abstandsmessung: Gleichzeitig ermittelt das System den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug. Setzt man diese beiden Werte ins Verhältnis, kann ein Abstandsverstoß beweissicher dokumentiert werden. Ein separates Foto zur Fahreridentifikation wird ebenfalls erstellt.

Juristische Fallstricke und Ansatzpunkte für einen Einspruch

Obwohl die Messungen mit dem VKS-System als standardisiertes Messverfahren gelten, sind sie keineswegs fehlerfrei. Ein Bußgeldbescheid von diesem Blitzer auf der A99 sollte daher nicht vorschnell akzeptiert werden. Ein erfahrener Anwalt für Verkehrsrecht kann Akteneinsicht beantragen und die Messung auf formelle und technische Fehler überprüfen. Gerade bei drohenden Punkten oder einem Fahrverbot kann sich eine genaue Prüfung lohnen.

Experten-Einblicke: Bekannte Schwachstellen der Abstandsmessung

Es gibt spezifische Schwachpunkte bei Video-Brückenmessungen, die als Ansatzpunkte für einen Einspruch dienen können. Ein versierter Gutachter kann das Messprotokoll und die Beweismittel auf genau diese Aspekte hin untersuchen:

  • Fehlende lückenlose Videoaufzeichnung: Für eine rechtlich saubere Abstandsmessung fordern Gerichte oft eine zusammenhängende Videoaufzeichnung der gesamten relevanten Messstrecke (ca. 300 Meter) vor dem eigentlichen Messpunkt. Ist diese Aufzeichnung in der Akte nicht vorhanden oder weist Lücken auf, kann nicht ausgeschlossen werden, dass der geringe Sicherheitsabstand durch ein unvorhersehbares Ereignis, wie das plötzliche Abbremsen des Vordermanns, verursacht wurde. Fehlt dieser Videobeweis, ist die Messung angreifbar.
  • Das „Einscherer“-Problem im Pendlerverkehr: Gerade auf der stark befahrenen A99 bei Hohenbrunn ist das abrupte Einscheren eines anderen Fahrzeugs ein häufiges Phänomen. Wenn ein anderes Auto knapp vor einem in die Lücke zieht, verkürzt sich der Sicherheitsabstand unverschuldet und plötzlich. Die Videoaufzeichnung muss beweisen, dass der Abstandsverstoß über eine längere Strecke und nicht nur kurzzeitig durch einen solchen „Einscherer“ bestand. Ist dies nicht eindeutig ersichtlich, kann ein Einspruch erfolgreich sein.
  • Ungenügende Fahreridentifikation durch Schattenwurf: Die für die Messung genutzte Brücke (oft die Brücke der B471) kann zu bestimmten Tageszeiten einen erheblichen Schatten auf die Fahrbahn werfen. Liegt das Gesicht des Fahrers zum Zeitpunkt der Aufnahme im tiefen Schatten, ist eine zweifelsfreie Identifizierung oft nicht möglich. Ein unscharfes oder unterbelichtetes Fahrerfoto ist einer der häufigsten Gründe für die Einstellung von Bußgeldverfahren.
  • Veraltete oder fehlerhafte Referenzlinien: Die weißen Markierungen auf der Fahrbahn sind die Grundlage der gesamten Berechnung. Durch Witterung, Abnutzung oder neue Asphaltierungsarbeiten können diese Linien verblassen oder ihre exakte Position verändern. Es muss durch das Messprotokoll nachgewiesen werden, dass die Referenzlinien kurz vor der Messreihe neu und exakt vermessen wurden. Fehlt dieser Nachweis oder sind die Linien auf dem Beweisvideo schlecht erkennbar, kann die gesamte Messung in Zweifel gezogen werden.

Aktueller Bußgeldkatalog 2026 für Abstandsverstöße

Ein unzureichender Sicherheitsabstand kann teuer werden. Die Höhe des Bußgeldes, die Anzahl der Punkte in Flensburg und ein mögliches Fahrverbot hängen von der gefahrenen Geschwindigkeit ab.

Bei Geschwindigkeit unter 100 km/h:

Verstoß Bußgeld Punkte Fahrverbot
Abstand weniger als 5/10 des halben Tachowertes 75 € 1 -
Abstand weniger als 4/10 des halben Tachowertes 100 € 1 -
Abstand weniger als 3/10 des halben Tachowertes 160 € 1 -
Abstand weniger als 2/10 des halben Tachowertes 240 € 1 -
Abstand weniger als 1/10 des halben Tachowertes 320 € 1 -

Bei Geschwindigkeit über 100 km/h:

Verstoß (Abstand geringer als...) Bußgeld Punkte Fahrverbot
5/10 des halben Tachowertes 75 € 1 -
4/10 des halben Tachowertes 100 € 1 -
3/10 des halben Tachowertes 160 € 2 1 Monat
2/10 des halben Tachowertes 240 € 2 2 Monate
1/10 des halben Tachowertes 320 € 2 3 Monate

Wichtiger Hinweis: Zu den Bußgeldern kommen in der Regel noch Bearbeitungsgebühren und Auslagen der Bußgeldstelle in Höhe von ca. 28,50 € hinzu.

Fazit: Prüfung des Bußgeldbescheides wird empfohlen

Der Abstandsblitzer auf der A99 bei Hohenbrunn ist eine technisch komplexe Anlage mit bekannten Fehlerquellen. Wenn Sie einen Anhörungsbogen oder Bußgeldbescheid erhalten haben, ist es ratsam, die Umstände und die Beweismittel von einem Fachanwalt für Verkehrsrecht überprüfen zu lassen. Oftmals finden sich formelle oder technische Fehler, die eine Reduzierung der Strafe oder sogar die komplette Einstellung des Verfahrens ermöglichen können.

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So sieht der Bescheid aus

Wenn Sie an dieser Stelle geblitzt wurden, erhalten Sie in der Regel folgendes Schreiben der Bußgeldstelle. Vergleichen Sie die Daten im sogenannten VKS-Muster-Bescheid:

Zentrale Bußgeldstelle

Polizeipräsidium Bayern

MUSTER-BESCHEID

Anhörung im Bußgeldverfahren

Sehr geehrte(r) Herr/Frau [MUSTERNAME],

Ihnen wird zur Last gelegt, am [TT.MM.JJJJ] um [HH:MM] Uhr in Hohenbrunn, A99, Autobahnring München, km 2.260, Fahrtrichtung Fahrtrichtung Autobahndreieck Süd-West / Lindau / Garmisch-P. als Führer des PKW [AB-CD 123] folgende Ordnungswidrigkeit begangen zu haben:

Sie hielten bei einer Geschwindigkeit von [123] km/h den erforderlichen Abstand von [XX,XX] m zum vorausfahrenden Fahrzeug nicht ein. Ihr Abstand betrug [YY,YY] m und damit weniger als [X/10] des halben Tachowertes. Toleranzen sind zu Ihren Gunsten berücksichtigt.

§ 4 Abs. 1, § 49 StVO; § 24 Abs. 1, 3 Nr. 5 StVG; 12.6.2 BKat

Beweismittel: Foto, VKS 3.0 / VKS 3.01 Messung / [2025-XX-YY_Aktenzeichen]

Zeuge: [Name des Beamten], Verkehrspolizeiinspektion Bayern

Nach § 55 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten (OWiG) wird Ihnen hiermit Gelegenheit gegeben, zu dem Vorwurf Stellung zu nehmen. Es steht Ihnen frei, sich zu der Beschuldigung zu äußern oder nicht zur Sache auszusagen.

Sie sind aber in jedem Fall - auch wenn Sie die Ordnungswidrigkeit nicht begangen haben - verpflichtet, den Anhörungsbogen zu berichtigen oder zu vervollständigen, jedoch nur, soweit diese Angaben unrichtig oder unvollständig sind (§ 46 Abs. 1 OWiG i.V.m. § 163 b StPO). Die Verletzung dieser Pflicht ist nach § 111 OWiG mit Geldbuße bedroht. Der Anhörungsbogen ist innerhalb einer Woche ab Zugang dieses Schreibens zurückzusenden.

MUSTER
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Zuständige Behörde

Für die behördliche Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten am Blitzer Abstandsblitzer auf der A99 bei Hohenbrunn, AD Süd-West, km 2.260 ist in der Regel folgende Verwaltungsstelle zuständig:

location_city Postanschrift

Zentrale VOWi-Stelle im Bayerischen Polizeiverwaltungsamt
Postfach 02 02, 94302 Straubing

contact_support Erreichbarkeit

  • phone09421/549-350
  • languagepva.poststelle.sg22@polizei.bayern.de
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Bußgeldrechner

Zu erwartende Strafe (Katalog 2024):

Bußgeld100
Punkte1
FahrverbotKeins

*Alle Angaben ohne Gewähr. Zzgl. 28,50 € Verwaltungsgebühr. Ein Einspruch kann sich besonders bei Messverfahren wie VKS 3.0 lohnen.

Häufige Fragen (FAQ)

Die wichtigsten und juristisch relevanten Antworten rund um den Abstandsblitzer Abstandsblitzer auf der A99 bei Hohenbrunn, AD Süd-West, km 2.260.

Ja, gerade an Messstellen wie hier auf der A99, Autobahnring München (bei km 2.260) passieren bei Systemen wie dem VKS 3.0 / VKS 3.01 häufig Fehler. Oft sind Referenzlinien durch Abnutzung nicht mehr aktuell kalibriert oder das Beweisfoto ist durch lokale Lichtverhältnisse weichgezeichnet. Eine rechtliche Prüfung deckt solche Verfahrensfehler auf und kann vor einem Fahrverbot bewahren.
Nach Zustellung des endgültigen Bußgeldbescheides der Behörde haben Sie exakt 14 Tage (zwei Wochen) Zeit, um form- und fristgerecht Einspruch einzulegen. Nach Verstreichen dieser Frist wird der Bescheid rechtskräftig und das Bußgeld muss gezahlt werden.
Allerdings. Bei der Auswertung der polizeilichen Videoaufnahmen wird zu Ihren Gunsten eine Toleranz vom gemessenen Abstand und der Geschwindigkeit abgezogen. Dies beträgt in der Regel 5% der gemessenen Geschwindigkeit, mindestens aber 5 km/h.
Ein klassisches Problem, extrem typisch im dichten Verkehr auf der A99, Autobahnring München: Wenn ein drittes Fahrzeug kurz vor dem Überwachungsbereich unerwartet vor Ihnen einschert, verringert sich Ihr Abstand unverschuldet drastisch. Da das Blitzer-System eine über 300 Meter relativ konstante Abstands-Unterschreitung nachweisen muss, ist ein "Einscherer" einer der erfolgreichsten juristischen Einspruchsgründe.
gavel
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Tipp zur Einspruchsprüfung

Das "Einscherer-Problem"

Oft entsteht ein zu geringer Abstand nicht durch eigenes Verschulden, sondern durch ein Fahrzeug, das kurz vor der Messstelle knapp einschert. Das VKS 3.0 muss eine Strecke von ca. 300m lückenlos dokumentieren. Wenn der Sicherheitsabstand erst durch einen Dritten unterschritten wurde, ist der Bußgeldbescheid oft anfechtbar.

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Hinweis: Alle Angaben ohne Gewähr. Für rechtliche Beratung wenden Sie sich an einen Fachanwalt für Verkehrsrecht.
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